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Silber-Reinigung und -Pflege

Ältere Silbermünzen weisen häufig Gebrauchsspuren auf. Doch Vorsicht bei der Reinigung: Denn eine verschmutzte, unbehandelte Münze ist grundsätzlich besser als eine falsch behandelte - Münzbeschädigungen sind irreversibel.

Im Gegensatz zu der Behandlung von Silberbesteck gilt: Man darf Silbermünzen reinigen, aber niemals putzen. Silberputztücher oder das mechanische Abreiben mittels Lappen und Putzmitteln sind tendenziell aggressiv und daher für die Münzpflege ungeeignet. (Silberputztücher können einer Münze sogar einen wertmindernden "Katzenglanz" verleihen. Solch eine Münze gilt dann als überreinigt.)
Hier werden Reinigungs- und Pflegetipps beschrieben, die jeder Laie selbst anwenden kann. Darüber hinaus gibt es professionelle Reinigungstechniken, z.B. per Ultraschallgerät, welche dem Fachmann überlassen werden sollten.
Anlaufen von Silber
Silber hat sowohl in Münz- und Barrenform die Eigenschaft, seinen Glanz zu verlieren und sich zu verfärben. Beim so genannten „Anlaufen“ des Silbers spricht man nach längerer Zeit auch von einer „Patina“. Die bräunliche bis tiefschwarze Verfärbung kann von Fall zu Fall fleckig bis einheitlich deckend ausfallen. Die Oxidationsschicht entsteht durch die chemische Reaktion von Schwefelwasserstoff sowie anderer in der Luft befindlicher Schwefelverbindungen mit dem Silber.

Luftdichtes Lagern (z.B. durch Überziehen mit einer Schutzschicht/Rhodinieren) kann das Verfärben verhindern. Zusätzlich wird heute bei der Herstellung von Anlagemünzen der Pressdruck so stark erhöht, dass sich die mikrofeinen Poren der Metalloberfläche schließen und eine Oxidierung wesentlich vermindert wird.
Spezielle Reinigungsmethoden 1: Silber mit Natronpulver abreiben
Silbermünzen oder Silberbarren werden mit Natronpulver (auch bekannt als „Back-Soda“, „Kaiser-Natron“, „Natriumbicarbonat“ oder „Bullrichsalz“) abgerieben. Anschließend wird das Silber sehr gründlich mit Wasser abgespült und danach zum Trocknen ausgelegt.

Diese Reinigungstechnik kann mit diversen Tauchbädern aus dem Handel kombiniert werden. Das Silber wird mehrfach in das Bad eingetaucht und zwischendurch mit Natron abgerieben und anschließend klar gespült und ebenfalls getrocknet.

Spezielle Reinigungsmethoden 2: Silber mit Aluminiumfolie und Natronpulver "baden"
Bei einer weiteren Methode werden Aluminiumfolie und ein Teelöffel Natronpulver in warmes Wasser gegeben. Der Silberbarren bzw. die Silbermünze wird so in das Bad gelegt, dass sich Aluminiumfolie und Silbergut berühren. Innerhalb von kürzester Zeit reduziert sich das Silbersulfid zu Silber und ein neuartiger Glanz ist hergestellt. Das Silber leidet dabei nicht.

Unentbehrliche Tipps zur Silber-Reinigung und Silber-Pflege

1. Weniger ist mehr: Reinigen Sie Ihre Münzen und Barren nicht zu oft.
2. Zur Reinigung von Fingerspuren und kleinen Flecken reicht ein Seifenbad, bei größeren verwenden Sie Natron und Zitronensaft.
3. Bei Oxidationsspuren (nicht zu Verwechseln mit eiber gleichmäßigen hellbraunen Patina), die Münze oder den Barren möglichst bald mit einem Silber-Tauchbad reinigen.
4. Münze oder Barren immer einzeln reinigen. Bei Münzen immer das Stück mit dem kleinsten Wert zuerst reinigen. Lassen Sie Ihre Silbermünze oder Ihren Silberbarren
    nicht länger als notwendig im Silber-Tauchbad.
5. Nehmen Sie zum Eintauchen und Herausnehmen der Silber-Münze oder des Silber-Barrens eine Münzpinzette aus Kunststoff oder eine Münzpipette mit einer
    Kunststoff-ummantelten Spitze.
6. Münze oder Barren nach dem Baden gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Vorsichtig mit einem weichen Tuch abtupfen. Auf keinen Fall abreiben!
7. Sortieren Sie die gereinigte Münze erst wieder ein, wenn diese vollständig getrocknet ist, da sonst schnell wieder Oxidation oder Verschmutzung auftritt. Gleiches gilt auch
    für Ihre Silber-Barren.
8. Fassen Sie Ihre Silber-Münze oder Ihren Silber-Barren nicht mit bloßen Händen an. Verwenden Sie eine Münzpinzette oder Baumwoll-Handschuhe.